Osram Circolux Beautydish

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Lange ist es her, seit dem letzten Post.. wirklich lange :-) So einiges hat sich in der zwischenzeit getan. Beispielsweise habe ich mir eine Digitale SLR (EOS 1000D) angeschafft. Und eine Osram Circolux Energiespar-Lampe. Und den scheppernden Abfalleimer vom Badezimmer haben wir endlich aussortiert. Gute gelegenheit um ein wenig zu basteln, denkt sich der Fuchs..

Ingredenzien
Ingredenzien

Viel brauchst Du nicht, um Dir eine nette kleine Beautydish zu basteln. Der Deckel eines alten Alu-Abfalleimers, Eine Osram Circolux, eine E27 Lampenfassung an die man selbst ein Kabel anstecken kann, einen Akkubohrer, Klebeband, einen Stift zum anzeichnen, einen Energy Drink und etwas Zeit. Okay, über ein wenig handwerkliches Geschick sollte man schon verfügen, und auch das eine oder andere passende Werkzeug sollte man sein eigen nennen. Es geht zwar auch ohne, dauert dann aber wesentlich länger, und wird weniger hübsch.. So wie meins ;-)

Der Reflektor
Der Reflektor

Zunächst mal, was ist eigentlich eine Beautydish? Eine Beautydish ist eine Lichtquelle für die Fotografie. Sie nutzt einen parabolischen Reflektor, um das Licht auf einen bestimmten Fokalen Punkt zu lenken. Die daraus resultierende Beleuchtung ist eine Mischung aus direktem Blitz und einer Softbox, was das Motiv – Beispielsweise ein Gesicht – recht gut ausleuchtet und Kontraste schafft, was dem Bild zu einem Dramatischen Look verhilft. Doch warum eine Beautydish selber basteln, statt eine zu kaufen? Nun, zum einen weil ich es kann, zum anderen weil ich nicht aus Geld gemacht bin. Also schnauze und weiterlesen.

Die Circolux im Reflektor montiert..
Die Circolux im Reflektor montiert..

Die Circolux hat eine Temperatur von 2500°K und eine Helligkeit von 1700 Lumen. Sie ist also hell, aber blendet nicht. Allerdings ist sie so hell, dass die Pupillen eures Models recht klein werden. man könnte das Teil allerdings auch mit etwas Filterfolie oder einem Stofffetzen (z.B. ein alter Vorhang) noch etwas mehr dämpfen. Experimentieren ist erlaubt. Die Funzel hat laut Hersteller eine Lebensdauer von 15 Jahren, lässt sich wohl 500’000 mal einschalten und frisst dabei nur 24W, also auch was für das Grüne Gewissen.. Wer sich fragt: Durch das grosse Loch stecken wir am schluss unser Objektiv.

Die Funzel im Reflektor montiert, und mit zwei Kabelbindern fixiert..
Die Funzel im Reflektor montiert, und mit zwei Kabelbindern fixiert..

Wie man sieht, habe ich das Loch für’s Objektiv mit Klebeband ausgekleidet. Damit das Objektiv nicht durch scharfe Kanten beschädigt wird. Ich habe zusätzlich die Funzel mittels zweier Kabelbinder am Reflektor montiert, die Circolux eignet sich dank des Mittelbalkens vorzüglich dazu. Anschliessend habe ich die Löcher von den Kabelbindern, und die Lücken zwischen Circolux Sockel und Reflektor mit Heissleim abgedichtet, damit das restliche Licht nicht einfach so heraustropft. Wär doch schade drum..

Beim Sprayen
Beim Sprayen

So, um dem ganzen noch einen hübschen Touch zu geben, habe ich mich dazu entschlossen, die Rückseite mit weissem Spraylack zu behandeln. Dazu habe ich vorher die Rückseite mit etwas Schleifpapier angerauht, damit der Lack besser hält. Leider war das Schleifpapier allerdings zu fein, wodurch der Lack nicht richtig halten konnte, ausserdem war ich auch total geil drauf, das gute Teil endlich auszuprobieren, dass ich es eine halbe Stunde mit dem Fön getrocknet habe.. Nun, gereicht hat’s trotzdem nicht, und der schöne Lack ist abgegangen.. Buhuu.. leider hatte ich dann auch keinen weiteren Lack mehr.

Let there be Light!
Let there be Light!

Also habe ich die Rückseite mal provisorisch mit Klebeband abgeklebt, so hält sich der Reflektor auch besser in der Hand. Lackieren kann ich das Teil immernoch, denn das Loch für’s Objektiv ist im Moment auch noch etwas zu klein, weil halt heute Sonntag ist, und ich keine passende Feile zur Hand hatte. Ach, immer diese Sächelchen. Aber egal, ich kann auch ein anderes mal noch dran weiterbasteln.

Fertig Montiert
Fertig Montiert

Fertig Montiert sieht das ganze dann ungefähr so aus. Das Klebeband an der Rückseite sollte mich auch vor eventuellen Stromschlägen schützen. Apropos: Das Teil ist nicht gerade ungefährlich, denn die Lampenfassung führt nur zu einem Stecker, an dem man ein Verlängerungskabel anbringen kann. Sollte einem das Teil zufällig runterfallen, könnte das in einem riesen Knall enden, und wenn Du aus versehen den metallenen Reflektor unter Strom setzt, ist das auch nicht wirklich lustig, weder für Dich, noch für Deine Kamera. Auch solltest Du damit Wasser tunlichst meiden, Du möchtest ja nicht versehendlich Dein Model in der Badewanne unter Strom setzen. Das wäre übel, und könnte wohl strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Also lass um Himmels willen Deinen gesunden Menschenverstand walten!

Halber Fuchs
Halber Fuchs

Anschliessend kannst Du dein Model durch den Reflektor hindurch Fotografieren – in diesem Fall musste ich sowohl den Part des Fotografen, als auch den des Models übernehmen.. Wie man sieht, ist das Licht recht hell, darum ziehen sich die Pupillen zusammen. Es sollte möglich sein, mit einer Folie (dann aber bitte an den Weissabgleich denken) oder einem Stück dünnem weissem Stoff das Licht noch etwas mehr zu dämpfen. Denkbar ist auch ein Wechselrahmen, mit dem man verschiedene Stoffe oder Folien befestigen kann. Auch hier hast Du die Möglichkeit zu experimentieren und was eigenes zu schaffen. Und da Fantasie gratis ist, sollten wir alle doch mehr als reichlich davon haben. Ich für meinen Teil, bin mit dem Resultat bis jetzt schon ganz zufrieden, und den einen oder anderen Schönheitsfehler meiner Konstruktion werde ich dann bei gelegenheit noch beheben. Viel spass beim selbermachen!

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